Klimawandel treibt Rückversicherer um

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09. September 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Rückversicherer auf der ganzen Welt befürchten, dass die Folgen des Klimawandels zunehmend ihre Geschäftsmodelle gefährden könnten. Wetterextreme und immer teurere Katastrophenschäden werden erstmals als wesentliche Risiken für das operative Geschäft gesehen.

Der Klimawandel sorgt dabei für Veränderungen in allen Geschäftsbereichen – von der mittel- bis langfristigen Risikobewertung bis hin zur Preisgestaltung. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass bestimmte Naturkatastrophen langfristig kaum noch versicherbar sein könnten. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und des Centre for the Study of Financial Innovation (CSFI) hervor. 

Als weitere Top-Risiken nennen die Firmen den Angaben zufolge neue Technologien, Gefahren aus dem Cyber-Raum, die eigene strukturelle Wandlungsfähigkeit mit Blick auf neue Technologien und Kundenwünsche sowie steigende regulatorische Anforderungen an die Branche wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung und den Bilanzierungsstandard IFRS 17. 

Sorgen wegen veralteter IT-Systeme

Veraltete IT-Systeme, hohe IT-Modernisierungskosten und Unsicherheiten, in welche digitalen Innovationen investiert werden soll, bereite vielen Branchenvertretern ebenfalls Sorgen. Bei der Bewertung und Abdeckung von Cyber-Risiken bestünden nach wie vor Unsicherheiten hinsichtlich der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Zudem schützten Cyber-Policen Rückversicherer nicht vor möglichen Rückkoppelungen auf das eigene Geschäft etwa bei Hacker-Angriffen auf Kunden. Einige Befragte mahnten, die Versicherungsbranche nehme Risiken von Cyber-Kriminalität wie den unbefugten Zugriff auf Kundendaten nicht ernst genug. 

Der wachsende Kostendruck und Wettbewerb unter den Anbietern dürfte nach Einschätzung der Rückversicherer die Konsolidierungswelle der Branche weiter anschieben. InsurTechs machen den Rückversicherern laut Analyse dabei weniger zu schaffen als den Erstversicherern. Als weitere Herausforderungen für das operative Wachstum nennen die Befragten Überkapazitäten und Niedrigzinsen. (ud)

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